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Kategorie zukünftiger nachhaltiger Berufe


#1

Hi,

was hältst Du Oliver bzw. die Gemeinschaft von einer Kategorie in der wir nachhaltige Berufe der Zukunft sammeln?

Welche Berufe sollen sich wie entwickeln? Berufe sterben aus oder sind vom Aussterben bedroht: http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/kein-bedarf-diese-jobs-sind-vom-aussterben-bedroht/10208452.html

Ebenso wird es in Zukunft neue Berufe geben. Teils können oder sollten aktuelle Berufe modifiziert werden, sodass sie zukunftsfähig werden. Und natürlich brauchen wir auch komplett neue nachhatlige Berufe. Welche Berufsbilder brauchen wir? https://www.meinbezirk.at/linz/wirtschaft/nachhaltige-berufe-mit-viel-zukunft-d2027996.html, http://www.ecowoman.de/nachhaltige-nachrichten/nachhaltige-berufe-das-sind-gruene-studiengaenge-in-deutschland-2285

Ganz banales Beispiel: Eltern lesen mehr oder weniger häufig ihren kleinen Kindern Geschichten zum Einschlafen vor. Heute haben teils viele Menschen weniger Zeit oder nehmen sich diese weniger um ihre Kinder in den Schlaf zu wiegen. Eine kleine Alternative könnte sein, und das bitte nicht als Ersatz verstehen, wenn Eltern mal wieder in der Arbeit sind, und der / die Kleine ins Bett muss, z.B. ihnen von den Eltern besprochene USB-Sticks oder CD’s mit Geschichten vorzuspielen. Und natürlich könnten das auch Großeltern sein bzw. liebe und vertraute Stimmen. Das ist sicherlich keine große Idee, doch ich denke, würde es ein Angebot geben, Geschichten mit Geräuschen professionell aufzunehmen, dann wäre das eine nützliche Idee, Kinder gut einschlafen zu lassen. Besser als ohne Geschichte einschlafen zu müssen, finde ich. http://www.huffingtonpost.de/2013/10/28/kinder-eltern-lesen-zu-wenig-vor-studie-migranten_n_4170423.html. Parallel sollten natürlich auch Eltern angehalten werden Einschlafrituale zu pflegen, denn sonst besteht die Gefahr von Problemen http://www.dasschlafmagazin.de/wegezumgesunden-schlaf/archiv/ausgewaehlte-artikel/viele-kinder-schlafen-schlecht.html

Optional könnte das auch ein Online-Angebot sein. Eltern sprechen in ihrer Freizeit eine Geschichte auf einen USB-Stick oder eine CD und fügen von einer Webseite Geräusche nach Belieben hinzu. So wie wir heute Bilder im Internet aufpeppen können, könnte das ebenso mit Gute-Nacht-Geschichten gemacht werden. Denbar wäre auch, dass z.B. zustätzlich SynchronsprecherInnen bzw. Menschen mit geschulter Stimme Wunschgeschichten sprechen und diese kann man dann den Kindern runterladen.

Das ist nur ein klitzekleines Beispiel, was es z.B. auch an sinnvollen Tätigkeiten geben könnte, auch wenn es kein explizites Berufsbild dafür gibt.

Ich hoffe, ich konnte mich mit meinem Ansinnen klar ausdrücken, mit dem Wunsch neue nachhaltige Berufe und Berufsbilder zusammentragen zu wollen.


#2

Hallo Inno,
eine sehr schöne Idee und auch eine mit Potential.
ich habe seit Jahren einen E-Mailordner, namens Ökojobs, in dem ich Stellenangebote sammele, die explizit ökologisch sind. Der Ordner ist mit allem möglichen gefüllt das vielleicht in die Richtung gehen könnte, aber Stellen, die - unterhalb einer Ingenieursebene wirklich mit Ökologie zu tun haben, sind dort Mangelware. Dies ist ein wahres Manko, nicht dieser Seite, aber des Arbeitsmarktes schlechthin und erklärt vielleicht auch das tiefgreifende Unverständnis für nachhaltige Projekte. Das ist so, als wäre der Knecht eines Ökobauern nur Befehlsempfänger und müsste von Ökologie gar nichts verstehen. Auf diese Art bleibt Nachhaltigkeit die bunte Krawatte am grauen Anzug der Firmen und hilft vielleicht die Flecken auf der weißen Weste zu verbergen, ein nachhaltiges Wirtschaften wird dadurch nicht erreicht. Nachhaltigkeit hat eben auch mit der Wertschätzung der Arbeitskräfte und deren Teilhabe an der Idee der Nachhaltigkeit zu tun. Nachhaltigkeit ist ein umfassendes Konzept oder gar keins.
Gibt es etwa einen Beruf der zum Inhalt hat, Projekte auf Nachhaltigkeit, Synergien mit anderen Bereichen, oder auch nur die Folgen dieser Projekte auf allen Ebenen zu untersuchen? Mit Hilfe solcher Fachleute hätte sich die Atomindustrie von vornherein nicht um die Folgen ihres Milliardenreibachs herum mogeln können, könnte die Autoindustrie nicht Jahrzehnte neue Techniken unterdrücken und ihren ineffizienten Schrott grün waschen. Auch die industrielle Landwirtschaft wäre auf die Schnelle als Instrument zur Umsatz bringenden Umweltvernichtung zu entlarven. Ökojobs sollten eine Lobby für das Leben begründen und die Unzulänglichkeiten “unserer” Industrie nicht verstecken, sondern aktiver Bestandteil des Wandels zu einer ökologischen Nachhaltigkeit sein. Wenn nicht diese Fachleute, wer dann?


#3

Hi kahalla,

off topic: bin gerade extrem frustriert. Kann wer eine Bank empfehlen, bei der keine oder nur geringe Gebühren bei Zahlungen aus der Schweiz anfallen?

Tja, mit “nachhaltig” wird gerade bis zum Erbrechen geworben, obwohl die meisten wohl nicht mal wissen was es bedeutet. Greenwashing und Bluewashing ist Trumpf.

Immerhin, wenn für die Menschen auf der Ebene von Wertschätzung nicht so sehr viel getan wird, es tut sich wenigstens was in Richtung “Cradle to Cradle”: https://www.golem.de/news/elektroauto-lina-kann-kompostiert-werden-1708-129532.html

Man müsste halt mal anfangen.

Deshalb setze ich u.a. auf Startups. Ich habe das Denken oder die Hoffnung, dass die Leute die erst noch ihren Erfolg sich zu erarbeiten haben, und noch auf andere mehr angewiesen sind, vielleicht auch etwas noch besser zu prägen sind, dass es auch anders geht, z.B.: https://www.swr.de/betrifft/betrifft-faktor-menschlichkeit/-/id=98466/did=18295212/nid=98466/mc4jxk/index.html oder http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/faktor-menschlichkeit-106.html


#4

Wertschätzung für Menschen kann man von profitorientierten Menschen nicht erwarten.

Sie haben das Geld und die Macht die es bedeutet, als höchstes Ziel.

Dass sie damit das kaputt machen, was das Menschsein ausmacht,

nämlich die Menschlichkeit, blenden sie aus.

Da müssen wir schon selbst anpacken, gegen alle Widerstände…

Egon Hauck

Wülfrather Straße 58

42105 Wuppertal

0202-26135352

017694402929

egon.hauck@web.de


#5

Profitorientierte Menschen können umdenken. Der Hotelier beispielsweise zahlt heute - so ich es erinnere (ohne Gewähr) den Zimmermädchen zum Mindestlohn noch eine Provision.

Menschen die einfache Tätigkeiten nur verrichten sind beliebig austauschbar. Da wertschätzt man kaum. Und Fachkräfte die man teils heute händeringend sucht, da zahlt mann, wenn, dann deshalb, weil man sie sonst nicht anders bekommt. Daher bin ich eine Anhängerin des Bedingungslosen Grundeinkommens.

Und wie schon geschrieben, deshalb mag ich Startups primär helfen. Genau Zahlen gibt es nicht. Manche sagen, ein bis zwei Startups von 10 Startups würden älter als zwei Jahre werden und die Hälfte wäre nach fünf Jahren wieder vom Markt verschwunden. Die Tage las ich, es würden von 10 Startups nur 0,5 % schaffen. Und das liegt nicht an der falschen Geschäftsidee, sonst hätte es im Vorfeld oft gar nicht die Förderungen gegeben.

Einerseits kämpfen wir (Baby Boomer gehen in die Rente) bis in die nächsten fünf bis zehn Jahre immer mehr mit Nachwuchsproblemen / ungeklärte Nachfolgeregelung. Andererseits finden Startups oft nicht die Unterstützung die sie bräuchten um sich am Markt wirklich etablieren zu können. Gerne würde ich mal mit einem Startup beweisen, dass es auch anders geht. Schau ma moi. :slight_smile:

Hier werde ich auf jeden Fall auch noch aktiv werden: http://www.dirkvongehlen.de/ich/loading-social-entrepreneurship-netzwerk-deutschland-send/, http://socentnet.de/


#6

Hallo zusammen,

@inno: Ich habe die Idee, aus dem Thema “Zukünftige nachhaltige Berufe” eine eigene Forum-Kategorie zu machen, mit Oliver besprochen und wir würden gerne noch etwas abwarten, wie viel Resonanz bzw. wie viele Einträge es hier in diesem Thread zum Thema gibt. Wir können das ja gemeinsam beobachten :grinning: Aber prinzipiell ist das Thema äußerst spannend und passt auch sehr gut zur Community, so dass die Erstellung einer eigenen Kategorie durchaus vorstellbar wäre!

Ich persönlich denke, dass uns angesichts von Digitalisierung/Automatisierung gar nichts anderes übrig bleiben wird, als uns beruflich neu zu erfinden bzw. uns neue Tätigkeitsbereiche zu erschließen. Möchte man den Prognosen glauben, könnten in 20 Jahren bis zu 40 % der heutigen Arbeitsplätze wegfallen - und das betrifft nicht nur, wie oftmals argumentiert - nur gering qualifizierte Arbeitnehmer, sondern auch Fachkräfte und hochspezialisierte Jobs (wer ein wenig Zeit hat - sehr sehenswerte Doku zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=_fBXijeivVU).

Wie “nachhaltig” diese neuen Tätigkeiten sein werden, das bleibt abzuwarten. Aber ich denke, da bewegt sich einiges in eine gute Richtung. Ich habe die Hoffnung, dass z.B. durch die Einführung der CSR-Berichtspflicht Unternehmen (zumindest die großen ab 500 Mitarbeitenden) gezwungen werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und ihre Geschäftstätigkeiten nach außen für die Öffentlichkeit transparent zu machen. Das hat natürlich erst einmal wenig damit zu tun, die Schaffung von sozialem/ökologischen Mehrwert wirklich in das Unternehmensziel zu verankern, aber es ist ein erster Schritt.
@inno: Start-Ups bieten den Vorteil, dass ihre Unternehmensstrukturen noch nicht fest verkrustet sind und die Gründer/innen (in den meisten Fällen, hoffentlich) durch eine Vision angetrieben werden, die über reines Profitstreben hinausgeht. Oft steckt in den Projekten ja ziemlich viel Herzblut. Hier kann ein Ansatzpunkt sein, um ethische Werte (und in Folge dessen automatisch Nachhaltigkeit) in den Kern des Unternehmens zu implementieren. Dafür wäre es wichtig, dass dieses Thema im Rahmen der Start Up-Beratung/Förderung auch gezielt angesprochen wird.

Kennst du die Gründe, warum nur so wenige Start Ups trotz fundierter Geschäftsidee die ersten Jahre überleben? Mangelnde finanzielle Förderung/Beratung? Bürokratische Hürden?


#7

Hallo @kahalla

Gibt es etwa einen Beruf der zum Inhalt hat, Projekte auf Nachhaltigkeit, Synergien mit anderen Bereichen, oder auch nur die Folgen dieser Projekte auf allen Ebenen zu untersuchen?

Diese Berufsbeschreibung klingt klasse, das würde ich sofort machen, wenn es so etwas gäbe :smile:

Vielleicht nicht ganz exakt das, was du beschrieben hast, aber in eine ähnliche Richtung geht das Konzept der Gemeinwohlökonomie. Die GWÖ stellt eine - wie ich persönlich finde sehr erstrebenswerte - Ergänzung/Alternative zum aktuellen Wirtschaftsmodell dar und möchte langfristig bewirken, dass sich ethisches Wirtschaften (auf allen Ebenen) mehr lohnt als die Abwälzung sozialer und ökologischer Kosten auf die Gesellschaft.

Unternehmen haben die Möglichkeit, eine sog. Gemeinwohlbilanz aufzustellen (und somit nach einer bestimmte Punkt bewertet werden), in der genau nach solchen Aspekten gefragt wird: z.B. welche ökologischen Auswirkungen haben meine wirtschaftlichen Tätigkeiten? Welchen gesellschaftlichen Mehrwert schafft mein Produkt? Welche Wirkung haben meine Investitionen/Geldmittel? Wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern/Kunden um? Die Erstellung dieser Bilanz wird von Gemeinwohl-Berater/innen begleitet und unterstützt. Noch entstammen diese Berater/innen der Bewegung selbst, aber es wäre durchaus denkbar, dass eine solche “Ethikprüfung” irgendwann durch gesetzlich verankerte Rahmenbedingungen geregelt ist (wie auch schon bei der Wirtschaftsprüfung der Fall) - und somit ein neuer Beruf entstehen könnte.


#8

Meines Erachtens werden wir uns in Zukunft mehr und mehr selbst beschäftigen müssen, sprich selbst Projekte und Arbeit überlegen müssen.

Vielleicht mal in Bhutan Urlaub machen oder sich das Bruttosozialglück verinnerlichen? https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttonationalglück

Suche und finde Dir Gleichgesinnte, entwickle ein Konzept und suche Vorbilder, z.B. Peter Anselm Grün zum Thema Menschlichkeit oder der Hotelier Hansen.

Frage ob Du ihr Angbot ergänzen kannst, z.B. durch “knallharte” Zahlen und Fakten. Denn das ist ja genau das was dann für die GeldsammlerInnen meist ja nur das Entscheidende, dass die Zahlen stimmen.


#9

Hi Charlotte,

es gibt Statistiken, weshalb Startups floppen, die natürlich auf Startups im Einzelnen mehr oder weniger zutreffen: https://www.gruenderszene.de/allgemein/startups-scheitern-20-gruende.

Sehr simplifiziert, doch für mich auf den Punkt gebracht, es wird nicht ganzheitlich gedacht und gehandelt. Und dazu braucht es halt nicht nur die interne Firmensicht sondern auch einen externe, und zwar nicht das Wissen eiinzelner Experten sonder das kollektive Wissen / die Weisheit der Vielen / Schwarmintelligenz / Humanressourcen (vielfach Crowdsourcing, Shareconomy und Crowdfunding genannt).

Nicht zu wissen und zu klären, ob ein Produkt, eine Dienstleistung überhaupt benötigt wird, steht oft an erster Stelle und dann kommt schnell das fehlende Geld.

Gerade ErfinderInnen sind so beseelt von ihren Ideen, dass sie denken, das braucht die Welt unbedingt, und sie können sich gar nicht vorstellen, dass es anders ist. Dies erzählte mir ein Mann, der sich auf das seinen Aussagen nach schwierige Klientel ErfinderInnen spezialisiert hat.

Tja, und ich habe durchaus als recht kritischer Mensch einige gute Produkte (Internetangebote) gesehen, bei denen auch teils viel Geld geflossen war, und die dann scheiterten. Teils sind es auch persönliche Defizite oder reine Fehlentscheidungen.

Sicherlich gibt es Produkte die reine Kopien sind oder nur um des Produzieren willens entstehen. Und derlei Produkte mögen vielfach auch wieder vom Markt verschwinden, so sie denn denn Markteintritt überhaupt schaffen. Und Produkte die taugen, und dennoch nicht am Markt sich halten, haben oft kein effizientes Marketing bzw. keine guten Vertriebsstrukturen.

Das sind für mich die Hauptgründe, doch es gibt viele Gründe; fehlende (Kern-)Kompetenzen, Selbstüberschätzung, Selbstwertproblematik, zur falschen Zeit am falschen Ort… Im Laufe eines Unternehmensaufbaus entwickeln sich die Dinge auch weiter, auch Menschen und ihre Bedürfnisse. Beispielsweise mag Person A, auf einmal Kinder und kürzer treten. Person B, möchte nun auf einmal ins Ausland expandieren, was Person A nie wollte. Usw. usf. Und wenn die Dinge nicht regelmässig besprochen werden, kann es einen sehr harten Schnitt geben bzw. Menschen fangen an miteinander zu ringen, zu kämpfen, und das Ganze auf Kosten des Unternehmens. Wieviel läuft einfach auch nicht aufgrund von Egoproblemen. Wenn persönliche Gründe, eigene Vorteile, Probleme… mehr im Fokus stehen als das Leben und Überleben des Unternehmens.

Ich habe selbst ein Startup und ich suche u.a. Startups um zu zeigen, dass es auch anders geht. :slight_smile:


#10

Hallo @Inno

Danke für die Hintergrundinfo :grinning:
Ich muss sagen, dass es mich doch ein wenig überrascht hat, dass gerade die mangelnde Marktanalyse mit Abstand der Hauptgrund für das Scheitern von Startups ist. Ich hätte eher auf zu starke Konkurrenz oder Schwächen bzgl. der Marketing-Strategie getippt. Und Finanzierungsprobleme natürlich, aber das kommt ja tatsächlich direkt an zweiter Stelle.
Die Statistik ist ja aus den USA - ich fände so eine Auswertung für deutsche Startups mal super spannend. Der/die gemeine Deutsche ist tendenziell ja eher ziemlich risikoscheu :sweat_smile: Zumindest im Vergleich zur amerikanischen Kultur, wo mit beruflichem Scheitern viel offener umgegangen wird und wo es keine “große Sache” ist, mal eben ein Unternehmen zu gründen. Mal ganz abgesehen von den viel geringeren bürokratischen Hürden. Und ob ich symbolisch 1 Dollar/Pfund in eine Ltd oder 25.000 EUR in eine GmbH investieren muss, das macht alleine schon bzgl. der “Hemmschwelle” einen riesigen Unterschied (wobei in Deutschland ja auch die UG als analoge Rechtsform eingeführt würde, die von Kapitalgebern wohl aber oft eher skeptisch gesehen wird.).

Bei vielen neuen Produkten denke ich mir auch, dass die Idee selbst gar nicht wirklich neu ist, sondern etwas bereits auf dem Markt Bestehendes einfach unfassbar gut vermarktet wird. Gerade bei “nachhaltigen” Startups - wenn die es schaffen, nicht nur ihr Produkt, sondern den Kund/innen auch eine Art “Lifestyle” oder das gute Gewisssen mit dazu zu verkaufen, hat das Ganze ziemlich gute Chancen. Ein schönes Beispiel dafür sind soulbottles. Wenn das Produkt dann auch wirklich nach sozialen und ökologischen Kriterien ordentlich hergestellt wurde, spricht da prinzipiell auch nichts gegen. Es zeigt nur, wie wichtig Marketing und Produktpräsentation sind.


#11

Hi Charlotte,

Soulbottle hatte ich am Rande auf’m Schirm. Ich hatte nur negativ “Flaschenpost” abgespeichert. Sah die Meere mit Flaschen vermüllt. :slight_smile: Stylisch, individuell mag ich. Doch persönlich würde mir eine Metallflasche besser taugen. Grund: Glas wie leicht bricht das. Insbesondere bei mir. Doch Edelstahl, das hat auch was. Ideal wären (Thermo-)Flaschen, sprich im Sommer kühle Getränke als auch im Winter mal Heißgetränke aus der Flasche genießen können. Optional groß genug oder mit separatem Trichter für Zusätze wie Obststücke…

Geschockt hat mich gestern, dass ein Startup gerade 36 Millionen in vier Jahren Verlust gemacht hat. Da verstehe ich weder die UnternehmerInnen noch die Investoren. Dabei gäbe es wirklich ganz simple Lösungen, damit sowas nicht passiert: https://www.deutsche-startups.de/2017/05/22/outfittery-waechst-auf-36-millionen-verlust-17-millionen/

Ich befürchte, dass auch die Deutschen weniger Marktanalysen machen, einfach vermutlich weil sie so überzeugt von ihrer Idee sind, sich selbst verwirklichen wollen, ihr Ego zu profilieren suchen und, und, und… dass das Thema Marktanalyse gar nicht so auf den Tisch kommt: https://de.statista.com/themen/3077/startups-in-deutschland/

Unverständlich mir, wie einerseits Startups keine ihnen gemäße Hilfen bekommen und andererseits wird das Geld einfach nur zum Fenster rausgeworfen. Was für ein Irrsinn, was ein Unsinn.