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Eine Sammlung guter Jobbörsen


#1

Hallo zusammen,

es gibt ja nun wirklich einen Haufen Jobbörsen im Internet. Eine richtig gute und hilfreiche habe ich selbst nach langer Suche noch nicht gefunden. Sind sie thematisch fokussiert (z. B. auf den nachhaltigen Bereich, auf NGOs, Stiftungen, Verbände, …), so fällt die Auswahl an Stellen oft mau aus. Viele Einrichtungen stecken ihre Stellenangebote ohnehin nicht in eine Börse, weil sie auch durch reine Ausschreibung auf der eigenen Website ausreichend Bewerber bekommen. Im süddeutschen Raum ist es ganz schwer etwas zu finden, Jobs mit Sinn gibt es gefühlt nur in Berlin und Hamburg. :wink: Natürlich suche ich auch in allgemeinen Stellenbörsen nach Arbeit, gebe immer wieder dieselben Schlagwörter ein, tippe mir die Finger wund … Und die Ergebnisse sind trotzdem oft unbefriedigend, manchmal ist es auch einfach anstrengend, weil die Jobbörse irgendeinen Schmarrn in die Suchergebnisse einbezieht oder man sich bei der Suche nicht wirklich auf eine Region spezialisieren kann.

Könnt ihr denn ein paar Tipps zu Jobbörsen geben bzw. wo man sonst noch so fündig wird? Klar, NachhaltigeJobs.de und sonst kenne ich noch JobVerde, The Changer, GoodImpact, greenjobs.eu … Für nachhaltige Berufe. Ansonsten gibt’s natürlich Stepstone oder Xing, was ich persönlich beides furchtbar finde… Und in anderen Jobbörsen gammeln oft noch Anzeigen von vor 2-3 Jahren, was man auch nicht immer gleich blickt.

Danke für jede Hilfe. :slight_smile:


#2

Hallo @theadoro,

nachhaltigejobs.de, jobverde.de und beyou-bewusstbewerben.de sind nach meiner Übersicht schon die besten und haben auch Links auf weitere Seiten wie greenjobs.de, social-startups.de und tandemploy.com. Oft zeigen sie Anzeigen von stepstone - dort direkt nach “greenjobs” zu suchen fand ich gerade anstrengend obwohl mir das von der Suchmaschine als oberstes angeboten wurde. Anzeigen, die direkt bei Jobverde eingestellt sind, zeigen manchmal noch Mitarbeiter Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Wohlfühl-Atmosphäre oder flache Hierarchie.Ich denke, mehr wirkliche Jobs gibt es derzeit noch nicht auf dem nachhaltigen Stellenmarkt weil die Branche erst wächst und noch viel über Praktika und Ehrenamt läuft. Das Thema hatten wir hier auch schon. Wenn du das alles schon kennst weiß ich leider auch nicht mehr, den ultimativen Geheimtipp. Ich hab allerdings noch nicht auf der Jobbörse der Arbeitsargentur geschaut - weißt du wie es damit nachhaltigen Jobs aussieht? Würde mich selber gerade mal interessieren. :slight_smile:


#3

Hallo Theadoro, hallo Markus,

was ich auch noch wichtig finde. Nur ca. 1/3 aller Stellen erscheinen auf Jobbörsen (ob es genau 1/3 sind, bitte nicht drauf rumreiten. Die Zahl hat mal ein Bewerbertrainer in den Raum geworfen. Selbst wenn es 50% sind, sind das immer noch enorm viele).
Die restlichen Jobs werden anderweitig vergeben. Die Schlussfolgerung für mich daraus heißt, ab zur Recherche bei welchen Firmen man sich denn überhaupt vorstellen kann zu arbeiten und dann prüfen, wie man mit diesen in Kontakt kommt. Initiativbewerbung, Netzwerktreffen, Meetups, Fachmessen, Freunde, Bekannte. Grade kleine und mittelgroße Firmen, die keine große Personalabteilung haben, wissen vor deiner Bewerbung oft garnicht, dass sie die Stelle besetzen wolten ;-).

Zu den oben genannten Jobbörsen würde ich noch http://www.talents4good.org/ hinzufügen wollen.

@theadoro: ich lebe in Stuttgart und hier gibt es so einige Möglichkeiten der Vernetzung im Bereich Nachhaltigkeit und Social Entrepreneuership. Da laufen viele spannende Menschen rum und ab und an ergibt sich auch ein Jobangebot. Vielleicht gibt es das auch in Ulm?!


#4

Lieber Markus, vielen Dank für die Verlinkung von BeYou. Was für eine bereichernde Sammlung, nicht nur für die Jobsuche. Echt klasse!

In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit habe ich mich auch immer wieder mal umgesehen. Dort durch die “nachhaltige Brille” zu suchen, erweist sich als schwierig. Eher stolpert man hin und wieder zufällig über einen Green Job.

Lieber Tim, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Ich persönlich finde es sehr schade, ich vernetze mich zwar ganz gut bislang und bin in Ulm für verschiedene Organisationen mehr oder weniger tätig, aber einen Arbeitgeber findet man dann doch selten. Weil vieles eben ehrenamtlich läuft. Und weil man schon sehr mit der Lupe suchen muss; ich kann ja leider nicht auf die Website eines Unternehmens schauen, das ich noch nicht kenne. Vielleicht wäre aber genau dieses Unternehmen ein wunderbarer Arbeitgeber für mich. Das ist dann die Krux an der von dir beschriebenen gängigen Situation: Man fühlt sich erschlagen von diesem Wissen, dass man sich ja initiativ bewerben kann bzw. Stellenausschreibungen oft nur auf der Website eines Unternehmens und gar nicht in Jobbörsen auftauchen. Weil man dann potenziell überall fündig werden könnte… So ging es mir zumindest oft.

Was mir bei der Jobsuche sehr hilft bzw. mich schon viele spannende Projekte/Start-Ups etc. hat entdecken lassen: Einfach mal gucken, was deutschlandweit gefragt ist bei nachhaltigen Arbeitgebern bzw. gemeinnützigen Vereinen/NGOs. Daraus entwickeln sich dann vielleicht Ideen für einen selbst, z. B. welche Weiterbildung sich eignen würde, um in der nachhaltigen Branche Fuß zu fassen. Ich selber will im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig sein und habe mir jetzt schon überlegt, irgendwann mal noch eine Fundraising-Weiterbildung zu machen, weil von “Öffentlichkeitsarbeitern” eben oft Fundraising-Erfahrung verlangt wird. Oder ich werde irgendwann doch noch sowas wie Wildnispädagogin… :grin: :stuck_out_tongue_closed_eyes:


#5

Hallo Theodoro und Tim,

sehr viel halte ich vom neuen Portal Human Connection und tatsächlich, Talents 4 good, hatte ich noch vergessen in der Sammlung. Human Connection wird derzeit ein opensource basiertes Portal zur leichteren Vernetzung im Wandel, gegründet von Dennis Hack, dem Chef der Fa. Eurotramp, einem schwäbischen Unternehmen, das professionell Trampoline für den Weltmarkt produziert.

Ich bin oft von der anderen Seite rangegangen. Weil ich für Frieden und Nachhaltigkeit unterwegs bin, sammel ich auch immer Hinweise auf neue Initiativen. Wenn diese dann “jobs” im Menü ihrer Webseiten haben, schau ich da rein. Anderweitig vergeben heißt für mich allerdings noch etwas anderes. Das wurde mir mal so beim Jobcoaching erklärt. Erst schaut ein Unternehmen bei seinen eigenen Mitarbeitern nach, dann in deren Freundes- und Bekanntenkreis und erst an 3. Stelle gibt es eine Stellenausschreibung. Wenn diese dann oft nur auf der Webseite erscheint erklärt das, was in Jobbörsen überhaupt ankommt und oft nicht gut aktualisiert wird. Einfach mal nachschauen was gefragt ist halte ich auch für einen guten Ansatz. Danach müssten wir dann wohl alle Fundraiser werden??? :grinning:

Nein, im Ernst mal, mein bester Vorsatz ist ein Zentrum für Frieden und Nachhaltigkeit, mit dem wir auch mal die kostenlosen Jobs aufräumen. Es braucht Stabilität und Akzeptanz dafür in der Gesellschaft, damit es nicht immer so auf der Kippe steht.


#6

Liebe Theadoro,
ich möchte nochmal den Faden bezüglich Vernetzung aufnehmen. Ich denke hier kannst du ein wenig unterscheiden. Ich mache es mal ganz plump, das einen sind deine Freizeit- und das andere deine Job-Netzwerke. Das sich das beides ergänzen und vermischen kann möchte ich absolut nicht ausschließen.
Was ich wichtig finde, ist bei der aktiven Jobsuche hier gezielt vorzugehen. Natürlich kann es sein, dass du in der lokalen foosharing-Initiative, beim BUND oder pulse of europe Menschen kennenlernst, die dir einen Job verschaffen können, aber ich würde sagen, vorrangig lebst du da das Ehrenamt aus und beteiligst dich an Dingen für die dein Herz zu 100% schlägt. Bei den Job-Netzwerken steht aus meiner Sicht ein fachliches Thema im Vordergrund. Das kann Projektmanagement sein oder zum Beispiel Fundraising. Aber auch Social Entrepreneurship oder Nachhaltigkeit. Hier hast du vielleicht manchmal das Gefühl, och da sind viele Business-Leute ;-). Üblicherweise läuft die Orga solcher Netzwerke über Xing, Linkedin, Meetup oder ähnlich. Und das würde ich dir empfehlen auszuprobieren. Und das ist auch der Weg um aus meiner Sicht die Unternehmen zu finden, die du, wie du schreibst:

Und weil man schon sehr mit der Lupe suchen muss; ich kann ja leider nicht auf die Website eines Unternehmens schauen, das ich noch nicht kenne.

Das würde ich einfach mal “mutig” ausprobieren ;-).
Abseits von Netzwerken, würde mir zum Unternehmen suchen noch das Durchforsten von Verbänden einfallen. Wenn du z.B. http://www.dasselbe-in-gruen.de/ oder http://baumev.de/ ansurfst, kannst du über die Mitgliederlisten auf nachhaltige Unternehmen in deiner Umgebung rückschließen.
Ansonsten, das hatte ich bei meiner ersten Aufzählung vergessen :wink: wären da noch Barcamps. http://www.csrcamp.de/. Hab mal bei Ulm geschaut http://www.startup-ulm.org/.

Noch ein Link, falls du den nicht bereits kennst: UNW Ulm

@Markus: danke für deinen weiteren Input. Deine Erklärung bzgl. der Abfolge wann eine Stellenanzeige geschaltet wird, bringt es aus meiner Sicht auch nochmal gut auf den Grund, warum man viele andere Quellen versuchen sollte.


#7

Hallo zusammen!

@theadoro: Vor Kurzem habe ich von einem Bewerbungscoach einen gar nicht so uninteressanten Tipp bekommen: wenn man bereits für sich festgelegt hat, in welchen Bereich man möchte (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising oder was auch immer), ist es enorm hilfreich, sich “Insider-Wissen” bzgl. der Branche, der fachlichen Anforderungen sowie der gefragten Soft Skills anzueignen. Dazu wurde konkret vorgeschlagen, einfach bei Xing oder ähnllichen Netzwerken Menschen zu kontaktieren, die bereits den Job haben, den man sich wünscht und diese ganz nett zu fragen, ob man sie mal kurz zu ihrer Tätigkeit “interviewen” darf. Das klingt auf den ersten Blick ein wenig aufdringlich (das war zumindest mein erster Gedanke), einfach wildfremden Menschen so persönliche Fragen zu stellen, aber die Erfolgsquote soll wohl ziemlich hoch sein, wenn man höflich fragt und sein Anliegen plausibel begründet :slight_smile:

Die somit erhaltenen Informationen können sehr wertvoll sein, um einerseits die Arbeitsbedingungen/Unternehmenskultur spezifischer Arbeitgeber einschätzen zu können und andererseits auch die Anforderungen an die Stelle genauer in Erfahrung zu bringen, um ggf. die eigene Bewerbung besser anpassen zu können.
Bevor ich mich das nächste Mal bewerbe, möchte ich das auf jeden Fall einmal ausprobieren - vielleicht wäre das ja auch eine Möglichkeit, die für dich in Frage kommt. Auf Erfahrungsberichte wäre ich definitiv sehr gespannt :smiley:


Unterstützung gesucht (Umstieg)
#8

@charlotte.clarke : die Methode kommt mir auch bekannt vor.
Wird im https://de.wikipedia.org/wiki/Life/Work-Planning eingesetzt um aktiv zu überprüfen ob der Job den man sich als “Traum-Job” ausmalt, auch wirklich real so toll ist.


#9

Für Softwareentwickler*innen baue ich aktuell die Seite impactcoder.com auf. Hier führe ich nicht nur Jobs sondern auch Open Source Projekte im Nachhaltigkeitsbereich auf.


#10

Linkliste nachhaltiger Berufe: http://paul-guenther.de/nachhaltige-berufe/

GOOD JOBS
GREENJOBS
JOBVERDE
TALENTS 4 GOOD
NACHHALTIGE JOBS
KIMETA
METAJob


#11

Hallo an alle Vorschreiber,

ich bin neu hier und gerade über diesen Trade gestolpert. Da ich auch gerade auf Jobsuche bin wollte ich einfach kurz ein DANKE in die Runde geben, denn von vielen der Portale hatte ich vorher noch nichts gehört.
:hugs:


#12

Hallo Charlotte,

in deiner Liste & in deinem Artikel hast du The Changer vergessen. Die Seite nennt sich jetzt tbd* www.tbd.community. Dort findet mann zwar nicht nur Nachhaltige Jobs aber ich finde fast alle Stellen interessant ! eine Tolle Seite, genauso wie Greenjobs.de

:slight_smile:


#13

Hallo @Alan!

Danke für deinen Hinweis, die beiden von dir genannten Jobbörsen sind auf jeden Fall gute und umfangreiche Ausgangspunkte für die Jobsuche im Nachhaltigkeitsbereich.

Leider ist mir nicht ganz klar, welche Liste bzw. welchen Artikel zu meinst :no_mouth:

Magst du mir vielleicht den Link schicken, dann kann ich das ggf. ergänzen.

Viele Grüße
Charlotte


#14

Hallo Charlotte,

danke für deine Antwort !

Ich hatte diesen Artikel gelesen
https://www.nachhaltigejobs.de/m/job-portals-for-refugees/98594

LG,
Alan


#15

Hallo @Alan!

Super, danke! Bei diesem speziellen Artikel lag der Fokus auf Jobportalen, die Ausschreibungen anbieten, die (auch) ausdrücklich an Geflüchtete gerichtet sind bzw. außer den Ausschreibungen zusätzlich weitere Unterstützung (z.B. Beratung bgzl. der bürokratischen Hürden) anbieten.
tbd und greenjobs sind - zumindest wie ich das überblicke - Jobportale speziell für die Bereiche Nachhaltigkeit/Soziale Arbeit/NGO etc. und bieten daher auch einige spannende Tätigkeiten an, die mit Geflüchteten zu tun haben, aber nicht an diese als potentielle Arbeitnehmer/innen gerichtet sind. Daher passen sie nicht ganz zum Thema des Artikels.

Auf einer Liste für Jobbörsen in der “Grünen Branche” dürfen die beiden aber sicherlich nicht fehlen, da hast du völlig Recht :sunglasses: